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Stellungnahme zur Preisentwicklung im Bereich Holzpellets von unserem Partner Raiffeisen agil Leese

                   
               

Da die Pelletpreise, wie auch alle anderen Energiepreise massiv gestiegen sind, haben wir einen unserer Partnerbetriebe um eine Stellungnahme gebeten. Diese Stellungnahme haben wir hier komplett eingefügt:


Sehr geehrte Partnerbetriebe,

wie Sie sicher festgestellt haben, ist der Pelletspreis seit einigen Monaten stark steigend. Auf Grund der Anfragen aus dem Kreise unserer Partnerbetriebe möchten wir Ihnen eine kurze Mitteilung von unserer Seite an die Hand geben.

Auf Grund der recht langen Heizphase 2021 und dem ordentlichen Absatz über die Sommermonate konnten viele Pelletproduzenten kaum, bis gar keinen Lagerbestand über den Sommer für die aktuellen Wintermonate aufbauen.

Daher herrschte auch kein Überangebot an Pellets über das Frühjahr und den Sommer 2021 im Markt. Durch die hohe Einschnittquote im Schnittholzbereich, resultierend aus dem enormen Einschlag beim Kalamitätsholz, besser bekannt als Käferholz, war zu Jahresbeginn 2021 mehr als ausreichend Rohstoff (Späne & Hackschnitzel) im Markt vorhanden und infolgedessen sind z.B. teilweise die Pelletspreise von Q4´20 auf Q1´21 gefallen, was in Anbetracht der Heizphase eher ungewöhnlich war.

Zur Mitte des Jahres war die Einschnittquote im Schnittholz, unter anderem auf Grund des Holzexports in die USA sehr hoch.  Die Auslastung in den Sägewerken war sehr gut und dadurch hohe Rohstoffmengen im Markt und ein konstant niedriges Preisniveau vorhanden. Durch die hohe Exportmenge an Holzprodukten gab es zwischenzeitlich sogar vereinzelt Engpässe im Inland, z.B. beim Bauholz.

Die hohe Nachfrage brach im im August/September 2021 komplett ein. Mit dem Ergebnis, dass die Einschnittmengen drastisch sanken und daraus resultierend weniger Rohstoffe im Markt zur Verfügung standen. Infolgedessen sind die vorhandenen Rohstoffe sowie insgesamt die Sägewerksnebenprodukte deutlich höher gehandelt worden.

Neben der Pelletindustrie greift unter anderem auch die Zellstoffindustrie auf die Rohstoffe zu, woraus ein entsprechender Wettbewerb entsteht und sich die Preise auf einem hohen Niveau halten.

Zum Jahresende spitzte sich die Rohstoffversorgung der Pelletierer immer mehr zu. Zeitgleich sind auch andere Komponenten, die für die Herstellung von Pellets wichtig sind, wie z.B. Strom um teilweise das 6-fache angestiegen.

Bereits zu Beginn der Heizsaison 2021/2022 stiegen die Pelletpreise erwartungsgemäß an. Durch die oben genannten Gründe katapultierten sich die Preise allerdings im November – Dezember 2021 sehr dynamisch nach oben. Erschwerend kam hinzu, dass viele Sägewerke zum Jahreswechsel den Einschnitt komplett einstellten und sich die eh schon begrenzt im Markt vorhandene Rohstoffmenge nochmals reduzierte.

Dies hat entsprechende Auswirkungen, insbesondere auf die nicht integrierten Pelletswerke, also Pelletswerke ohne angeschlossenes Sägewerk, sodass die Produktion teilweise für 2-3 Wochen schlicht weg abgeschaltet wurden, da kein Rohstoff vorhanden war.

Somit hat der Pelletspreis auch noch mal mit Start ins 1.Quartal ordentlich zugelegt, so dass erstmals die 400,00 EUR/Tonne Grenze überschritten wurde.

Zur Zeit gehen wir davon aus, dass sich die Rohstoffsituation im Laufe des 1.Quartals entspannen wird jedoch das Preisniveau im Bereich Pellets, bis zum Ende des 1.Quartals hoch bleiben wird und von weiteren Erhöhungen auszugehen ist. Eine Entspannung sehen wir erst zu Beginn des 2.Quartal. Jedoch ist nicht davon auszugehen, dass sich das Preisniveau nachhaltig auf das Niveau der letzten 2 Jahre zurückentwickelt.

Wir möchten Sie mit dieser Mitteilung für die aktuelle Situation sensibilisieren und Ihnen aufzeigen, wie es zu der hohen Preisentwicklung kommt.

Haben Sie Fragen oder Anregungen? Dann sprechen Sie uns gerne an.

Mit freundlichen Grüßen

Dennis Reichelt

Raiffeisen Agil Leese eG

                

              
                       

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